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Lexware vs. Lexoffice für Unternehmen: Welche Buchhaltung passt zu Ihrem Betrieb?

Lexware oder Lexoffice? Vendor-neutraler Vergleich der beiden Haufe-Lexware-Cloud-Buchhaltungen mit Preisen 2026, Funktionsumfang, GoBD, DATEV-Schnittstelle und Migrationspfad für KMU in Bayern.

Stand: Juli 2026. Lexware und Lexoffice stammen beide aus dem Hause Haufe-Lexware, sind aber zwei grundverschiedene Produkte — und genau das ist die häufigste Quelle für Verwirrung in unseren Beratungsgesprächen. Wer als KMU in München oder Augsburg eine Cloud-Buchhaltung einführen will, landet früher oder später bei der Frage: Reicht mir das schlanke Lexoffice, oder brauche ich die umfangreichere Lexware-Cloud-Suite? Diese Einordnung hilft bei der Entscheidung — vendor-neutral, weil wir weder an Lexware noch an Lexoffice eine Provision erhalten.

Was ist Lexware — und was ist Lexoffice?

Lexware ist der traditionsreiche Name der Haufe-Lexware-Produktfamilie, die seit den 1990er Jahren als Desktop-Software für Buchhaltung, Lohn, Warenwirtschaft und Handwerk verkauft wird. Heute gibt es die meisten Lexware-Module auch als Cloud-Variante, betrieben in deutschen Rechenzentren der Haufe-Gruppe (Freiburg). Der Funktionsumfang ist breit: angefangen bei der einfachen Buchhaltung über Lohn & Gehalt bis zur Warenwirtschaft für Handel und Handwerk.

Lexoffice ist die Cloud-native Schwester, die 2015 gestartet ist und konsequent für Browser und Mobile entwickelt wurde. Der Funktionsumfang ist schlanker und fokussiert sich auf das, was Soloselbständige, kleine GmbH und kleine GbR wirklich brauchen: Angebote, Rechnungen, Eingangsrechnungen, Bankkonten-Sync, einfache Buchführung und ein optionales Lohn-Modul. Lexoffice wird ausschließlich als Cloud-Abo verkauft — es gibt keine Desktop-Version.

Beide Produkte sind technisch und konzeptionell getrennt — auch wenn sie unter demselben Markendach laufen. Das bedeutet konkret: Wer Lexware-Desktop-Suiten kennt, findet sich in Lexoffice nicht automatisch zurecht, und umgekehrt. Eine Migration zwischen beiden Welten ist möglich, aber mit Datenabgleich und Schulungsaufwand verbunden.

Preise 2026 im Direktvergleich

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Eckpreise und Eigenschaften. Die Preise verstehen sich netto, Stand Juli 2026, und sind typische Werte aus den jeweiligen Standard-Tarifen — die Anbieter passen sie regelmäßig an, daher empfehlen wir vor jeder Beschaffung einen aktuellen Blick auf die Hersteller-Webseite.

Vergleich · 4 Buchhaltungs-Lösungen

Lexware vs. Lexoffice im Direktvergleich

Preis, Zielgruppe, GoBD, DATEV-Schnittstelle und Lohn-Modul für deutsche KMU.

Lexware Faktura + Cloud

Desktop-Wurzeln · Cloud-Modul

Preis / Monat
ab 14,00 €
Zielgruppe
Kleinbetriebe, Handwerk
GoBD-Zertifikat
DATEV-Export
Datenresidenz
DE
Lohn-Modul

Lexoffice

Cloud-native · schlank

Preis / Monat
ab 11,90 €
Zielgruppe
Soloselbst., kleine GmbH
GoBD-Zertifikat
DATEV-Export
Datenresidenz
DE
Lohn-Modul
separat (lexoffice lohn)

SevDesk

Cloud · Online-Handel

Preis / Monat
ab 14,00 €
Zielgruppe
E-Commerce, Startups
GoBD-Zertifikat
DATEV-Export
Datenresidenz
DE / IE
Lohn-Modul

Die Wahl zwischen Lexware und Lexoffice ist in erster Linie eine Frage des Funktionsumfangs: Wer nur Buchhaltung mit wenigen Belegen braucht, ist mit Lexoffice preislich und funktional am besten aufgehoben. Wer Lohn, Warenwirtschaft oder Filialen hat, kommt an der breiteren Lexware-Office-Suite nicht vorbei. SevDesk ist eine Alternative, wenn der Schwerpunkt auf Online-Handel liegt und kein Lohn-Modul benötigt wird.

Wann passt welche Lösung?

Die folgende Einteilung hat sich in unseren Projekten bewährt. Wer Solo-Selbständiger, Freiberufler oder kleine GbR ist und pro Monat weniger als 100 Belege verarbeitet, fährt mit Lexoffice gut — die monatlichen Kosten zwischen 11,90 € und 39,90 € sind transparent, der Funktionsumfang deckt das Wesentliche ab, und die Bedienung ist auf Browser und Mobile optimiert.

Sobald das Team wächst — typisch ab dem dritten oder vierten Mitarbeitenden — oder die ersten Lohn-Abrechnungen anstehen, verschiebt sich das Bild. Lexware Office bietet ein vollwertiges Lohn-Modul inklusive Baulohn, Reisekosten und kirchlichen Tarifen. Hinzu kommen Warenwirtschafts-Funktionen, die Lexoffice nicht hat. Wer also Handwerk, Handel oder produzierendes Gewerbe betreibt, kommt um Lexware Office kaum herum.

Wer hingegen ausschließlich E-Commerce betreibt und keine Lohn-Abrechnung im Haus macht, für den ist SevDesk eine ernsthafte Alternative — die Schnittstellen zu Shopify, Amazon, eBay und Stripe sind direkter integriert als bei Lexoffice. Der Kompromiss: kein natives Lohn-Modul, die Anbindung an DATEV-Lohn muss über externe Lohn-Anbieter laufen.

Wer Lexware Office wählt, sollte auch die Cloud-Variante prüfen

Lexware Office gibt es in zwei Spielarten: als klassische Desktop-Installation mit Cloud-Anbindung und als reines Cloud-Abo. Für die meisten KMU ist die Cloud-Variante die wirtschaftlichere Wahl, weil sie Lizenzkosten für die lokale Installation einspart, automatische Updates mitbringt und von jedem Arbeitsplatz aus erreichbar ist. Wer jedoch sehr spezielle lokale Anforderungen hat (etwa eine industrielle Waage, die nur an die Desktop-Variante angebunden werden kann), braucht weiterhin die lokale Installation.

Migrationspfad Lexware → Lexoffice

Wer mit Lexware-Desktop-Suiten arbeitet und auf Lexoffice umsteigen will, muss mit drei Aufwandstreibern rechnen: Stammdaten-Übertragung (Kunden, Lieferanten, Artikel — als CSV-Export aus Lexware, Import in Lexoffice), Offene Posten und wiederkehrende Buchungen (müssen in Lexoffice neu aufgebaut werden, da der DATEV-Export nur historische Buchungen liefert) und Belegarchivierung der Vergangenheit (GoBD verlangt zehn Jahre revisionssichere Aufbewahrung — die alten Belege müssen in einem Archiv-Storage verbleiben, das GoBD-konform ist).

In unseren Migrations-Projekten kalkulieren wir für eine saubere Lexware-Desktop-zu-Lexoffice-Migration etwa fünf bis zehn Arbeitstage — abhängig vom Volumen der offenen Posten und der Anzahl der wiederkehrenden Buchungen. Wichtig: Vor der Migration den Steuerberater einbinden, damit der DATEV-Export der Altdaten nahtlos weiterläuft.

Wie wir bei der Auswahl helfen

Wir beraten KMU in München, Augsburg und ganz Bayern vendor-neutral bei der Auswahl und Einführung der passenden Cloud-Buchhaltung. Das bedeutet konkret: Wir hören uns Ihren Buchungs-Mix, Ihre DATEV-Schnittstelle und Ihre Wachstumsplanung an, vergleichen die infrage kommenden Lösungen anhand Ihrer Anforderungen und begleiten die Migration. Dabei erhalten wir keine Provision von Lexware, Lexoffice, SevDesk oder DATEV — die Empfehlung kommt ausschließlich aus der Passung zu Ihrem Betrieb.

Häufige Fragen zu Lexware vs. Lexoffice

Lexware oder Lexoffice — was ist der Unterschied?

Lexware ist die klassische Desktop-Suite für Buchhaltung, Lohn, Warenwirtschaft und Handwerk — heute auch als Cloud-Variante. Lexoffice ist die 2015 gestartete Cloud-native Schwester für schlanke Buchhaltung ohne Lohn und ohne Warenwirtschaft. Beide stammen aus dem Hause Haufe-Lexware, sind aber getrennte Produkte mit unterschiedlichen Funktionsumfängen und Zielgruppen.

Was kostet Lexoffice im Monat?

Lexoffice startet im Solo-Tarif bei rund 11,90 €/Monat (netto, Stand Juli 2026). Die mittleren Tarife (Smart, Plus, Premium) liegen zwischen 19,90 € und 39,90 €. Das Lohn-Modul „lexoffice lohn" ist separat ab ca. 34 €/Monat plus pro Mitarbeiter zu buchen.

Lexoffice oder Lexware — was ist besser für kleine Unternehmen?

Für Soloselbständige und kleine GmbHs ohne Lohn und ohne Warenwirtschaft ist Lexoffice in aller Regel die wirtschaftlichere und einfachere Wahl. Sobald Mitarbeiter abgerechnet, Warenwirtschaft benötigt oder Filialen verwaltet werden müssen, ist Lexware Office (Cloud-Variante) die passende Lösung. Wir helfen Ihnen, die Grenze sauber zu ziehen.

Was kostet Lexware Office (Cloud-Paket)?

Lexware Office startet je nach Modul zwischen 14 € und 70 € pro Monat. Die umfassende Suite mit Buchhaltung, Lohn, Warenwirtschaft und Handwerk liegt typisch zwischen 30 € und 70 € monatlich. Eine verbindliche Kalkulation erhalten Sie nach einem kurzen Audit der tatsächlich benötigten Module.

Ist Lexoffice GoBD-konform?

Ja — Lexoffice erfüllt die GoBD-Anforderungen: unveränderbare Belegspeicherung, Audit-Trail, GoBD-konformes Archiv. Die Daten liegen in deutschen Rechenzentren der Haufe-Gruppe (Freiburg) und sind damit auch DSGVO-konform. Auf Wunsch liefern wir Ihnen den passenden Audit-Nachweis für Ihre Steuerprüfung.

Kann ich von Lexware zu Lexoffice wechseln?

Ja, der Wechsel ist möglich. Er erfordert jedoch eine saubere Datenmigration (Stammdaten, offene Posten, wiederkehrende Buchungen) und die parallose Führung beider Systeme während der Übergangsphase. Wir begleiten KMU bei dieser Migration und stellen sicher, dass die GoBD-Archivierung der Vergangenheit erhalten bleibt.

Nico Zeier
Verfasst von
Nico Zeier
IT Professional and AI Engineer

Spezialisiert auf KI-Lösungen, autonome AI-Agents und produktive IT-Infrastruktur. Hält die Bytes-Commerce-Plattform am Laufen — vom ersten Pilot-KI-Agenten bis zum produktiven Workflow im Mittelstand.

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